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ROUTE 29


Wälder und Tuffstein zwischen Orvieto und Città della Pieve
Città della Pieve, Fabro, Allerona, Orvieto, Ficulle, Fabro, Città della Pieve

Technische Daten

Abfahrt und Ankunft: Città della Pieve
Länge: 103 km
Höhenunterschied: 1.600 m
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Straßenbelag: Asphalt
Empfohlenes Rad: Straßenrad
Sehenswertes in dieser Gegend: Città della Pieve, Selva di Meana, Allerona, Orvieto, Ficulle

Die hier beschriebene Route ist mit ihren 103 Kilometern eine der längsten, die wir in diesem Radwanderführer vorschlagen und kann angesichts der beachtlichen Höhenunterschiede nur von durchtrainierten Radsportlern gefahren werden. Erfahrene Radler können hier eine großartige Radtour genießen, die Kunststädte wie Città della Pieve und Orvieto einbindet und sich durch die unberührte Natur des Waldes Selva di Meana (zwischen Fabro und Allerona) und des Monte Nibbio auszeichnet.

Die Anstiege sind zwar lang, aber ohne übermäßige Steigungen. Außerdem kann die Strecke in Allerona Scalo um etliche Kilometer abgekürzt werden; in diesem Fall stößt man erst bei den letzten Steigungen des Passes des Monte Nibbio wieder auf die ursprüngliche Route.

Die Abfahrt ist am Sportplatz von Città della Pieve, in unmittelbarer Nähe der Stadtmitte. Wir verlassen den Ort in Richtung Orvieto und fahren dann abwärts Richtung San Casciano dei Bagni. Am Ende der Abfahrt biegen wir links Richtung Fabro ab und radeln ca. 10 Kilometer in der Ebene. Bei Kilometer 16 wenden wir uns nach rechts in Richtung Fabro und beginnen kurz danach den Anstieg zum Dorf; von hier geht es weiter auf der Provinzstraße SP52 und nach einigen Bergauf- und Bergab-Abschnitten fahren wir bergauf in Richtung Allerona. Die Straße verläuft ohne größere Steigungen durch die ausgesprochen dichte Vegetation des Waldes Selva di Meana und des Monte Rufeno, was auch im Sommer etwas Kühle garantiert.

Bei Kilometer 32 erreichen wir die Passhöhe, auf der eine vollkommene Stille herrscht; von hier beginnt eine lange Abfahrt, die uns zuerst nach Allerona und anschließend nach Allerona Scalo bringt (hier kann die Route abgekürzt werden, indem man links Richtung Sala fährt). Von Allerona Scalo radeln wir in Richtung Orvieto, dessen unverwechselbares Profil sich schon in der Ferne abzeichnet. Bei Kilometer 56 kommen wir am Fuß von Orvieto an und wenden uns nach links in Richtung Orvieto Scalo (wenn man dagegen 2 Kilometer bergauf fährt, kann man die Altstadt von Orvieto besichtigen). Wir folgen den Hinweisschildern Richtung Autobahn und kommen an einer anderen Abzweigung zur Stadtmitte von Orvieto vorbei, die nicht so steil wie die vorherige ist. Am Kreisverkehr von Orvieto Scalo biegen wir links Richtung Ficulle ab. Nach einem kurzen, ein Kilometer langen Anstieg fahren wir auf der Bundesstraße SS71 weiter und beginnen die 9 Kilometer lange Steigung, die bis zum 550m hoch gelegenen Pass des Monte Nibbio führt. Von der Passhöhe hat man einen phantastischen Rundblick auf den Monte Cetona und auf das Tal zwischen Umbrien und der Toskana. Vom Monte Nibbio geht es bergab über Ficulle bis Fabro Scalo (km87); hier folgen wir dann den Hinweisschildern nach Città della Pieve und radeln 10 km auf derselben Flachlandstrecke, die wir schon zu Beginn der Radtour zurückgelegt haben. In Ponticelli angekommen, müssen wir nur noch den letzten Anstieg bewältigen, der uns wieder nach Città della Pieve zurückbringt.




Was Sie sich unbedingt anschauen sollten

Das etruskisch-römische Städtchen Città della Pieve hat seine antike Struktur zum größten Teil erhalten. Zu den bedeutendsten Bauten gehören der Dom mit den Werken der zwei berühmten Maler von Città della Pieve, Perugino und Pomerancio, sowie die Kirche Santa Maria dei Bianchi, in der die berühmte „Anbetung der Könige“ des Perugino zu sehen ist. Bemerkenswert sind auch die Festung (1326) mit fünf Türmen, der Palazzo della Corgna (16. Jh.), der Palazzo Bandini (16. Jh.), der Palazzo della Fargna (18. Jh.) und der Palazzo Baglioni aus dem 18. Jahrhundert.

Ebenfalls sehenswert ist die von Wäldern umgebene Ortschaft Allerona, nur wenige Kilometer vom staatlichen Schutzgebiet Selva di Meana entfernt. In diesem wunderschönen Waldgebiet kann man die Villa Cahen besichtigen, ein einzigartiges Beispiel der umbrischen Liberty-Architektur mit einem Garten in italienischem Stil. In der gleichen Gegend liegt der Park von Villalba, ein faszinierendes, über 20 Hektar großes Waldgebiet.

Interessant sind die Dörfer Fabro und Ficulle, die von ihrer Höhenlage über die Täler herrschen und großartige Ausblicke auf die unterhalb liegenden Landschaften bieten.

In der Nähe von Ficulle sollte man die Burg della Sala anschauen, ein Beispiel der mittelalterlichen Architektur; sie gehörte früher den Monaldeschi, die sie zu einer uneinnehmbaren Festung machten.

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