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ROUTE 17


Gubbio und die Faszination des hl. Ubaldo
Gubbio, Sant´Ubaldo, Bottaccione-Schlucht

Routen Schwer

Sie richten sich an geübte Biker mit ausgezeichnetem Trainingsniveau und guten Fahrfähigkeiten. Für diese Routen ist sowohl Erfahrung als auch ein technisch zuverlässiges MTB erforderlich

Technische Daten

Abfahrt und Ankunft: Gubbio
Länge: 20 km
Höhenunterschied: 900 m
Schwierigkeitsgrad: mittel-schwer
Straßenbelag: 70% unbefestigt, 30% Asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend: Gubbio, Sant´Ubaldo, Bottaccione-Schlucht

Diese sowohl kulturell als auch landschaftlich äußerst interessante Route startet am Römischen Amphitheater am Fuß von Gubbio, verläuft entlang dem Gebirgskamm, der dieses Städtchen von Costacciaro und Sigillo trennt und führt kurz vor der Talfahrt in die Altstadt von Gubbio auch an der faszinierenden Basilika Sant´Ubaldo vorbei (Foto links).

Die größtenteils durch den Wald führende Radtour hat eine Streckenlänge von nur 20 Kilometern und zeichnet sich durch drei Anstiege aus: Der erste führt zur Kirche Madonna del Sasso, ist recht lang und weist einige ziemlich beschwerliche Abschnitte auf, die anderen zwei kürzeren und nicht sehr schwierigen Anstiege bringen uns ohne allzu große Mühe bis auf eine Höhe von über 800 Metern.

Nachdem wir Gubbio verlassen haben, radeln wir auf der Asphaltstraße in Richtung Branca. Bei Kilometer 2,6 biegen wir links zum Friedhof ab, wo der erste Anstieg der Tour beginnt. Der bergauf führende unbefestigte Weg schlängelt sich ohne größere Steigungen durch eine schöne Schlucht bis zur kleinen Kirche Madonna del Sasso (km 4,4). Hier geht es geradeaus weiter, wir müssen jedoch einen anstrengenden ansteigenden Abschnitt bewältigen, der uns dazu zwingen wird, die agilsten Gänge einzulegen. Nachdem wir bei Kilometer 5,1 den härtesten Abschnitt überwunden haben, biegen wir rechts ab und fahren im Schatten des Waldes weiter aufwärts bis Kilometer 6,3, wo dieser erste Anstieg endet.

Wir wenden uns nach links und radeln mehrere Kilometer auf einem unbefestigten Panoramaweg, der auf halber Höhe am Hang verläuft und einen atemberaubenden Blick auf den Monte Cucco und den gesamten Umbrisch-Märkischen Apennin bietet. Nach einer Gabelung (km 10,5), an der wir uns links halten, geht es wieder bergauf. Bei Kilometer 14,3 verlassen wir auf der Höhe eines Brunnens die Hauptstraße und schlagen rechts den Weg „vita“ ein. Jetzt radeln wir etwas mehr als einen Kilometer auf einem vergnüglichen Singletrail durch einen Pinienwald (wer dieses etwas technischere Stück vermeiden möchte, kann auf der Asphaltstraße geradeaus weiterfahren, um schon nach wenigen Hundert Metern wieder auf die ursprüngliche Strecke zu stoßen).

Nachdem wir auf Asphalt zurückgekehrt sind, fahren wir noch einige Meter abwärts und nehmen schließlich die letzte Anstrengung des Tages in Angriff, den Aufstieg zur Basilika Sant´Ubaldo, die wir bei Kilometer 16,5 erreichen. Von hier radeln wir dann immer bergab, folgen dem unbefestigten Weg, auf dem die Läufer während des Festes „Corsa dei Ceri“ die drei riesigen Holzkerzen zur Basilika tragen, und können einen großartigen Blick auf Gubbio genießen.

Der unbefestigte Weg endet direkt oberhalb des Palazzo Ducale und des Palazzo del Duomo; von dort fahren wir weiter abwärts bis in die Altstadt von Gubbio, in der wir vor der Rückkehr zum Ausgangspunkt die Hängegärten besichtigen und den Corso Garibaldi entlanggehen sollten.




Was Sie sich unbedingt anschauen sollten

Ein absolutes Muss ist ein Besuch der Altstadt von Gubbio, durch die man am Anfang und am Ende der Radtour kommt. Architektonisch repräsentiert sie ein Meisterwerk der mittelalterlichen Kultur und der in Zünfte gegliederten Gesellschaft des 13./14. Jahrhunderts.

Das berühmteste architektonische Bauwerk ist der urbanistische Komplex des Palazzo dei Consoli, Wahrzeichen der Stadt und Sitz der Pinakothek und des Archäologischen Museums. Sehenswert sind außerdem der Palazzo Beni, der Palazzo del Bargello mit dem berühmten Brunnen und der Palazzo del Capitano del Popolo.

Interessant sind die Kathedrale Santa Maria Nuova (12. Jh.), in der die Madonna del Belvedere von Ottaviano Nelli zu sehen ist, die Kirche und das Kloster Sant´Agostino (13. Jh.) mit Freskogemälden von Nelli, die Kirche und das Kloster San Francesco, die Kirche San Giovanni mit ihrer romanischen Fassade und dem Glockenturm, sowie die Kirchen San Pietro und San Domenico. Außerhalb der Stadtmauern sollte man die monumentale Basilika Sant´Ubaldo besichtigen, die über der Stadt emporragt und die Gebeine des Schutzheiligen beherbergt.

In der Nähe von Scheggia, eine Siedlung römischen Ursprungs, sind zahlreiche Überreste der antiken Via Flaminia zu sehen. In der Umgebung lohnen sich Abstecher auf die Berge zwischen Gubbio und dem Monte Cucco und in zwei bedeutende Naturgebiete, der Park des Monte Cucco und die Bottaccione-Schlucht, eine naturwissenschaftliche Stätte, die auf weltweites Interesse stößt: Hier soll eines der Schlüsselereignisse stattgefunden haben, das zum Aussterben der Dinosaurier führte.


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